Montag, 25. August 2008

Rémi war da - Rémi en visite

Am letzten Wochenende hat unser Jüngster einen Zwischenstop bei seinen Eltern eingelegt. Seine Maman hat alles getan, um den "Kleinen" zu verwöhnen und ihm jeden Wunsch von den Augen abzulesen.
Trotzdem war er mehr mit den "alten Kampfgefährten" aus der Schule unterwegs und zu Hause eigentlich nur müde. Das hat seinen Vater nicht daran gehindert, die Gelegenheit beim Schopf zu greifen, um Rémis altes Zimmer zu streichen, d.h. durch Rémi streichen zu lassen. Letzlich war aber auch Rémi mit seinem Werk zufrieden. Das soll aber nicht heissen, dass jetzt bei jedem Aufenthalt zu Hause eine Fronarbeit fällig ist.

Am Rande bemerkt: Wir haben jetzt auf dem Haus einen Wärmetauscher installiert und der Hausherr wetzt alle 5 Minuten in den Keller, um am Messgerät zu überprüfen, wie die Sonne arbeitet.

Traduction de la prose de Roland:
Ce weekend notre benjamin a fait une halte chez ses parents. Sa Maman a tout fait pour gâter le " petit" et même pour devancer ses désirs...(il faut lui demander si c'est vrai)
Pourtant, il a quand même passé plus de temps avec les "anciens combattants " du lycée et à la maison il était fatigué... mais cela n'a pas empêché son père de sauter sur l'occasion pour repeindre la chambre de Rémi ou plutôt de faire peindre Rémi. Mais en fin de compte Rémi était fier de son travail, et pas d'inquiétude : chaque séjour à la maison ne se terminera pas en travaux forcés! (ses frères peuvent confirmer)
Autre événement : nous avons fait installer des panneaux solaires et le maître des lieux se précipite à la cave toutes les 5 minutes pour contrôler si le soleil fait bien son travail...(résultats positifs! c'est vraiment super.) Quelques photos

Freitag, 8. August 2008

Zu Besuch in Hamburg - en visite à Hambourg

Da unser Sohn jetzt neu in Hamburg lebt, sind wir natürlich bei der ersten Gelegenheit hingefahren. Pierre war mit seinem Blog natürlich schneller und hat es „elterliche Inspektion“ genannt. Wir haben das verlängerte Wochenende vom 1. August genutzt, um die Inspektion durchzuführen.

Pierre wohnt relativ zentrumsnah in einer angenehmen Wohngegend in Hamburg-Eimsbüttel. Wir waren natürlich speziell neugierig die Mitbewohner von Pierre zu treffen. Seine Mitbewohnerin ist wirklich sehr sympathisch, sah aber (sie hat eine japanische Mutter) absolut anders aus (gar nicht japanisch), als wie wir uns das vorgestellt hatten. Den anderen Mitbewohner, Kunststudent aus Äthiopien, haben wir nur ganz kurz zu Gesicht bekommen.
Pierres Arbeitsplatz liegt in Hamburg-Barmbek nicht weit von der Alster entfernt.
Wir haben Pierre zum Mittagessen abgeholt und gingen dann lange an der Alster spazieren und bewunderten die Villen der „Armen“ von Hamburg, eine kleine Bootchenfahrt musste auch noch sein. Am Samstag/Sonntag war dann ernsthaftes Tourismusprogramm: Speicherstadt, Hafencity, Landungsbrücke (inklusive Fischbrötchen), Innenstadt, Spaziergang in Altona entlang des Elbstrands mit Blick auf den Hafen und eine Fahrt auf der Elbe zurück zum Jungfernstieg. Es waren bei herrlichem Wetter Unmengen von Menschen unterwegs, da gleichzeitig „Cruise-Days“ in Hamburg waren und viele Leu
te einen Blick auf die Riesenpötte werfen wollten. Auch ansonsten war ganz schön viel Trubel.
Am Jungfernstieg war ganz besonders viel los, da an diesem Wochenende Christopher-Street-Days waren und wir Provinzler ganz schön was zu gucken hatten. Der kulinarische Eindruck war auch gut, ein „Biorestaurant“ im Schanzenviertel, eine Quartierkneipe nicht weit weg von Pierre und ein Fischrestaurant in der Innenstadt. Allerdings sind die Preise eher Auf Schweizer Niveau und eindeutig höher als in Berlin. In
sgesamt haben wir den Eindruck, das es Pierre gut getroffen hat und machten uns beruhigt auf die Heimfahrt. Wir Landeier haben es aber dann doch geschafft in die falsche S-Bahn einzusteigen, so dass wir mit einer Stunde Verspätung bei unsren Freunden in der Nähe von Hannover eintrafen, wo wir einen 2-tägigen Stop einlegten. Klaus ist ein begeisterter Segler und hat ein Boot am Steinhuder Meer. Wir konnten also eine Segelpartie machen und haben anschließend sogar noch gebadet.
Ein Bild der schwimmenden Danièle hat einen gewissen Seltenheitswert. Unsre Freunde hatten auch sonst ein rundum Verwöhnprogramm, einschließlich einer Führung durch das malerische
Hameln vorbereitet. Wir konnten also zufrieden die Heimfahrt antreten. Leider mussten wir in Hannover, wegen spielender Kinder auf den Gleisen, 2 Stunden auf den Zug warten und kamen deshalb erst gegen 2 Uhr Morgens zu Hause an, aber alles in allem war es wirklich eine sehr schöner Kurzurlaub.

Mittwoch, 23. Juli 2008

Besuch - Une Visite


"Nur" zwei Jahre später ist es gelungen einen Termin zu finden, um das Geschenk zum sechzigten Geburtstag von Marzellus einzulösen: Ein Wochenende bei uns. Wir haben unsren Besuch nach einer kleinen Stärkung zu einer Stadtführung nach Basel geschleift. Wir wohnen erst 23 Jahre hier und haben auch noch nie eine Führung mitgemacht.

Am Abend gab es dann die nächste Premiere. Wir sind in die "Weserei" in Kandern Essen gegangen. Wir wollten da schon immer mal hin, haben aber immer auf den besonderen Anlass gewartet. Ich finde, es hat sich gelohnt und es sieht so aus, al ob auch unsre doch etwas verwöhnten Gäste mit unsrer Wahl zufrieden waren.

Am nächsten Tag musste natürlich ein Spaziergang gemacht werden. Wenn man schon da ist, kommt man um einen Ausflug in den Schwarzwald nicht herum. Zum Essen ist dann noch Gabrielle zu uns gestossen. Das war eine echte Sensation, der letzte Besuch ist schon Ewigkeiten her. Es war wirklich ein gelungegenes Wochenende. Hier noch ein paar Bilder.

Dienstag, 24. Juni 2008

In den Ferien - en vacances en Ardèche


Unser Ferienblog zieht sich etwas in die Länge, hauptsächlich, weil - der Digitalkamera sei Dank, wir ca 500 Photos gemacht haben. Eine Auswahl zu treffen ist absolut kompliziert.
Wir haben eine Ferienwohnung in aus ein paar Häuser bestehenden Weiler (14 Einwohner) gemietet.

Les Vans selber ist ein sympathischer Marktflecken mit ca 2500 Einwohnern. Es macht aber vielmehr her als ein Dorf vergleichbarer Größe in Deutschland, weil es eine gewisse Mittelpunktsfunktion für alle die Weiler und kleine Dörfchen in der Umgebung hat. Es hat vor allem einen großen Markt,

so typisch französisch, wo man Alles kaufen kann, was man braucht (oder auch nicht). Selbstverständlich hauptsächlich regionale Spezialitäten zum Essen und Trinken. Wir haben uns auch mit einem kleinen Vorrat an Köstlichkeiten eingedeckt. Hier sind noch ein paar Bilder von unsrem Feriendomizil und Les Vans.

Die Ardèche war vor durch die schwierige geographische Lage vor der Erschließung durch gute Strassen ziemlich isoliert und sehr arm. Es gab vor 150 Jahren mehr Einwohner als heute. Die kleinen Weiler waren mehr oder weniger Selbstversorger. An den Berghängen wurden auf Terrassen Oliven, Wein und anderes Obst angebaut, vor allem aber Esskastanien. Kastanien waren quasi das Grundnahrungsmittel. Die Waren wurden mit Eseln ins Tal gebracht und was nicht selber verbraucht wurde getauscht. In vielen Familien reichte die Landwirtschaft nicht zum Leben und der Ernährer musste in einem der Bergwerke (inzwischen sind die alle zu) arbeiten und war lange Zeit abwesend.

Darum ist es kein Wunder, dass die Bevölkerung seit dem 1. Weltkrieg und dann massiv in den sechziger Jahren die Gegend verlies und sich das Land langsam entvölkerte. Zurückgeblieben sind malerische Dörfer

und die teilweise verwilderten Terrassen sind wunderschön. Dazu kommen noch die wildromantischen Flusstäler

und mindestens im Sommer wunderbares Wetter. Fertig ist das perfekte Feriengebiet.

Inzwischen werden immer mehr der alten Häuser restauriert und oft von Rentnern bewohnt. Entweder von solchen, die ursprünglich von hier stammen, zum
Geldverdienen weg mussten. Außerdem natürlich auch solche, die die Gegend in den Ferien kennen gelernt haben und sich dann wegen des angenehmen Klimas niederlassen, auch sehr viele Holländer und Deutsche. Die touristische Infrastruktur ist inzwischen auch gut ausgebaut, es gibt jede Menge Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze. Im Sommer muss ganz schön was los sein, speziell in der Nähe der größeren Flüsse, da diese ein Eldorado für Kanufahrer sind und die Hänge darum ein Paradies für Kletterer.

Wir waren aber außerhalb der Saison und konnten, auch wenn das Wetter nicht immer ideal war, die Gegend genießen. Wir haben wunderschöne Wanderungen gemacht. Die Landschaft war noch grün und die Blumen blühten.


Leider war das Wasser zum Baden entschieden zu kalt, nicht einmal 15°C und nur aus Prinzip habe ich mich mal in die Fluten gewagt.

Auf dem Heimweg haben wir dann noch Station in Burgund gemacht.
Wir haben in Meursault übernachtet und uns dort auch mit ein paar Flaschen für eine besondere Gelegenheit eingedeckt. Dann noch Beaunne, es lohnt sich die Stadt und besonders das mittelalterliche Krankenhaus zu besichtigen.

Ein letzter Halt zu einem Picknick an einem Kanal und dann waren die Ferien leider schon wieder vorbei.

Montag, 26. Mai 2008

Klassentreffen


Dieses Jahr bin ich zum ersten Mal zu einem Klassentreffen meiner alten Schulklasse gegangen. Einer von uns, Norbert, hat dies vor etwa 12 Jahren in die Hand genommen und seitdem findet jedes Jahr ein Treffen statt. Diesmal hatte er einen Ausflug nach Deidesheim organisiert.
Es waren diesmal leider nicht so viele da, ich habe mir aber geschworen, dass ich das nächste Jahr (das wird das 40jährige Abiturjubiläum) wieder dabei bin. Es war schon seltsam. Auf den ersten Blick hätte ich niemand wieder erkannt, aber schon nach ein par Momenten waren wir wieder relativ vertraut miteinander. Natürlich hat sich jeder von seiner Schokoladenseite gezeigt, aber trotzdem. Es hat gut getan.

Donnerstag, 15. Mai 2008

Es gibt doch noch Überraschungen: Après 14 ans viste à létranger!


Ich hätte es nicht für möglich gehalten, aber es ist wahr geworden: Michèle und André haben sich nach 14 Jahren mal wieder über die Grenze zu den Barbaren im Osten getraut. Ein echtes Ereignis. Danièle hat natürlich ihr Bestes gegeben, um Schwester und Schwager ihren Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten. Die Küche gab ihr Bestes, im Keller wurde die eine oder andere Flasche Wein heraufgeholt.
Philippe war auch extra aus Freiburg hergedüst, um die selt
enen Gäste zu begrüssen.

Das Wetter spielte auch mit und wir konnten unsren Gästen ein paar schöne Fleckchen im Schwarzwald und Markgräfler Land zeigen. Leider waren die paar Tage sehr schnell vorbei, wir hoffen aber, dass es nicht wieder 14 Jahre dauert!

Donnerstag, 8. Mai 2008

Ereignisreiche Tage - Il se passe quelque chose...


Die letzten Wochen waren für unsre Verhältnisse ereignisreich: Rémi ist endgültig nach Berlin entschwunden und ist jetzt nicht mehr nur Scheinstudent. Er ist jetzt stolzer Student an der HU Berlin. Ich wurde direkt vom Neid gepackt, als wir ihn an der Uni abgeholt haben.

Auch sonst hatte er Glück und rasch ein wirklich schönes Zimmer in einer 2 Zimmerwohnung mit einem sympathischen Mitbewohner in einer Superlage, in „Kreuz-Köln“ fast am Landwehrkanal ein paar Meter von der U-Bahn und 4 Stationen von der Uni w
eg zu finden. In dem Zusammenhang hat sich herausgestellt, dass die Eltern zumindest als Besitzer eines großen, für einen kleinen Umzug brauchbaren Autos noch zu was gut sind. Er ist zum 1. Mai nochmal nach Hause gekommen und hat seine Bude leer geräumt (übrigens im Vergleich zu seinen ebenfalls ausgezogenen Geschwistern geradezu vorbildlich).


Wir durften also über das verlängerte 1. Mai Wochenende mit nach Berlin und beim Umzug helfen. Das hat auch noch einen kleinen Abstecher zu Ikea beinhaltet: Was wäre ein Studentenzimmer ohne das dazugehörige Ik
earegal!

Das Aufbauen der Möbel war Dank perfekter Anleitung durch die Chefin beinahe ein Vergnügen. Nach den Bemerkungen auf dem Blog von Pierre hat Elternbesuch neben der Tatsache, dass man auch mal in ein Restaurant kommt, dass man sich sonst nicht leistet, auch seine Schattenseiten. Die Sicht der Dinge von Rémi kann man seinem neuen Blog entnehmen. Wir haben die Tage in Berlin wirklich genossen und es war uns eine Beruhigung zu sehen, dass unser Nesthäkchen gut untergebracht ist. Wiir hatten auch noch Zeit für einen angenehmen Ausflug zum Schloss Charlottenburg. Hier sind noch ein paar Bilder

Bei der Heimfahrt mit den unendlich lanhen LKW-Kolonnen, haben wir uns geschworen: Nie mehr mit dem Auto nach Berlin!